Fitnesstracker-Effekte ja oder nein?

Fürs Abnehmen sind derzeit Fitnesstracker modern. Diese hochmodernen Geräte können viel, aber etwas können sie nicht – Gewicht verlieren. Laut einer wissenschaftlichen Studie*, die im „Journal oft he American Medical Association“ veröffentlicht wurde, verlassen sich die Träger zu sehr auf diese technischen Geräte. Deshalb ist die Chance abzunehmen mit solchen Geräten laut den Wissenschaftlern weniger groß, also ohne den Fitnesstrackern. Sie meinen, die Abnehmwilligen müssen sich mehr auf ihre Willensstärke verlassen.

Für den Leiter des Instituts für psychologisches Abnehmen, DDDr. Karl Isak, ist das nachvollziehbar, empfiehlt aber dennoch einfache Schrittezähler. „Allerdings sind diese nur ein ergänzendes Instrument um im Gehirn neue Bewegungsmuster zu manifestieren. Abnehmen ist immer eine Frage neuer neuronaler Strukturen im Gehirn. Die Betroffenen müssen neue Verhaltensweisen programmieren. Wenn jemand z.B. nur 5.000 Schritte pro Tag macht, dann muss dies erstens einmal bewusst gemacht werden und in der Folge muss das Gehirn daraufhin programmiert werden, dass man die tägliche Schrittleistung auf z.B. 10.000 erhöht. Natürlich ist das nur ein Mosaiksteinchen zum erfolgreichen Abnehmen. Auch das Essverhalten muss im Gehirn verankert werden.“ Sowohl für neue Bewegungs- wie auch für neue Essverhaltensmuster hat Isak Instrumente entwickelt, die neuropsychologisch wirken. Sein „psyslim-Programm“ wirkt bei entsprechender Anwendung immer.

 

*Quelle: John M. Jakicic, (2016): Effect of Wearable Technology Combined With a Lifestyle Intervention on Long-termWeight Loss. The IDEA Randomized Clinical Trial. In: JAMA 316(11):1161-1171. URL: http://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2553448
**Quelle: http://help.orf.at/stories/2798027/
Foto: shutterstock_529126072

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