Schwache Stressresistenz verhindert Schlanksein

Stress führt zu vermehrter Energiezufuhr. Das Gehirn benötigt mehr Zucker und befiehlt uns, mehr zu essen. Stress ist schon lange als Dickmacher ausgemacht und der Zusammenhang zwischen Stress und Übergewicht gilt als bewiesen.

Nun scheint einigen Menschen der Stress nichts anzuhaben bzw. verspürt deren Körper trotz hoher Belastung keinen Stress, jedoch sind andere wiederum nicht belastbar. Studien* mit Mäusen haben gezeigt, dass frühe bzw. genetische Einflüsse auf das Stressverhalten wirken. So waren eine Mäusekolonie mit leichten genetischen Veränderungen wie auch die Kontrollgruppe bei ausgewogenen Bedingungen in der Lage, Labyrinthe zu erlernen, bei leichtem Stress versagten sie aber und waren verwirrt. Die Ratten der Kontrollgruppe zeigte aber keine Veränderung – der Stress machte ihnen nichts aus. Bei der „Stressgruppe“ wurde bei Gehirnuntersuchungen festgestellt, dass das Stresssystem schon früh in ihrer Entwicklung überaktiv war. Damit war auf Lebenszeit die Fähigkeit verloren gegangen, auf Stress angemessen zu reagieren.

Genetische Aspekte sind die Folge von Lernprozessen. Überträgt man nun die Mäusestudie auf Menschen mit Übergewicht, dann ist der Zusammenhang zwischen Essverhalten und geringer Stressresistenz nachvollziehbar. Die Ursachen dafür müssen nicht unbedingt von den Vorgenerationen mitgegeben worden sein, sondern sind oft in früher Kindheit entstanden.

Damit wird klar, dass Stress bei einigen entsprechend vorgeprägten Menschen zu Übergewicht führen kann und man somit der Stressvermeidung besonderes Augenmerk schenken muss. Aber es geht auch anders – und zwar kann die Stressresistenz wiederhergestellt werden, denn die neuronalen Systeme im Gehirn sind veränderbar. Das Institut für psychologisches Abnehmen hat solche Instrumente entwickelt und konnte damit schon vielen Menschen beim Schlankwerden helfen.

 

Quelle: Perry/Szalavitz 2014

Foto: Stress by Flickr, English106 under CC BY 2.0, https://flic.kr/p/7D67zu

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