Mobbing und Übergewicht – eine unheilige Allianz

Fettleibigkeit macht über kurz oder lang krank. Das ist ein schleichender Prozess und wird deshalb von den meisten Übergewichtigen ignoriert. Aber es gibt noch einen Effekt, der Fettpölster entstehen lässt und von den Betroffenen als weit schlimmer empfunden wird – nämlich Ausgrenzung und Einsamkeit. Eine Forsa-Studie* zeigt auf, dass 71 Prozent der Befragen finden, dass stark Übergewichtige unästhetisch sind und 15 Prozent meiden sogar den Kontakt mit diesen.

„Als Psychologe habe ich immer wieder mit den psychischen Folgen von Übergewicht zu tun. Unsere Gesellschaft diskriminiert Menschen mit Übergewicht. Oft werden die Betroffenen gemobbt. Die Folge ist eine weitere Gewichtszunahme.“ Das sagt der Leiter des Instituts für psychologisches Abnehmen, DDDr. Karl Isak, der dies auch neurowissenschaftlich begründet: „Essen versorgt das körpereigene Belohnungssystem. Übergewichtigen, welchen die gesellschaftliche Anerkennung versagt bleibt, fehlt der Zuspruch ihres Umfeldes und sie suchen mittels Essens Ersatz. Wie man anderweitig sein Belohnungssystem aktiviert, zeigt Isak in seinem Programm für Übergewichtige. Damit verlieren die Betroffenen Kilos und finden gesellschaftliche Anerkennung.

 

*Quelle: XXL-Report. Meinungen und Einschätzungen zu Übergewicht und Fettleibigkeit. forsa Politik- und Sozialforschung GmbH. Berlin 2016.

Foto: shutterstock_SpeedKingz 344342570.jpg

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