Macht Kälte schlank?

Da Diäten auch nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht wirken, kommt man auf der Suche nach der Schlankheit durchaus auf verrückte Ideen. Ein probates und wirkungsvolles Instrument ist Kälte. Eisbäder, raus in den Schnee (im Sommer aber schwierig), täglich in die Kühlkammer oder die Klimaanlage auf sehr kalt stellen – all das hilft beim Abnehmen. Der Grund ist in der bei Kälte vermehrten Produktion von braunem Fett zu finden. Dieses produziert Wärme und verbraucht dabei Kalorien – das heißt, man nimmt ab!

Aber nicht jeder will sich der Schlankheit wegen immer der Kälte aussetzen. Außerdem stellt sich bei Übergewicht die Frage, woher dieses überhaupt kommt. Die bewusste Produktion von braunem Fett zum Abnehmen wäre nur eine weitere Methode, die am Symptom ansetzt und deshalb schon im vorhinein zum Scheitern verurteilt wäre. Dr. Karl Isak, der Leiter des Instituts für psychologisches Abnehmen, plädiert deshalb dafür, die Ursache zu bekämpfen. Dies erfolgt im Gehirn – durch die Herstellung neuer neuronaler Muster. Dafür hat der Psychologe auch ein Programm entwickelt, das zwischenzeitlich auch von Ärzten empfohlen wird.

 

Quellen: http://www.cell.com/trends/endocrinology-metabolism/fulltext/S1043-2760(14)00010-1 und http://sciencev2.orf.at/stories/1732148/index.html
Foto: pixabay CC0 girl-15715.jpg

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